Ponchiellis "La Gioconda" in Neapel
Oper
Für ʺLa Giocondaʺ, ein opulentes Musikdrama mit sechs Hauptfiguren, inspirierte sich Amilcare Ponchielli bei Victor Hugos ʺAngelo, Tyrann von Paduaʺ (1835). Das Libretto stammt von Arrigo Boito, der später gemeinsam mit Giuseppe Verdi für ʺOtelloʺ und ʺFalstaffʺ verantwortlich zeichnete. Im Wechsel von kammerspielartigen Dialogen und spektakulären Massenszenen entfaltet sich ein historisches Panorama des venezianischen Lebens im 17. Jahrhundert. Die hochdramatischen Situationen geben Anlass zum Ausdruck unterschiedlichster Gefühle von flammender Leidenschaft über düstere Verzweiflung bis zu brennender Liebe, getrübt von Eifersucht und Nebenbuhlerschaft. Meisterhafte Instrumentpassagen wie das prägnante Opernvorspiel, die Einleitung des vierten Akts und natürlich die ʺDanza delle oreʺ - eines der bekanntesten Opernballette, das durch Disneys ʺFantasiaʺ (1940) unsterblich wurde - erinnern an die große französische Operntradition. 50 Jahre nach der letzten Aufführung bringt das Teatro San Carlo in Neapel die ʺGiocondaʺ mit Anna Netrebko in der Titelrolle auf die Bühne. Ludovic Tézier ist als hinterhältiger Spion der Inquisition zu erleben und Jonas Kaufmann als Enzo Grimaldo, Mann zwischen zwei Frauen. Pinchas Steinberg dirigiert das Orchester des Teatro San Carlo, die Kostüme sind von Christian Lacroix.
Diese und 50.000 weitere Sendungen in